Im August wurde weniger gekäst
Im August 2026 wurde in der Schweiz weniger Käse produziert als im Vorjahresmonat, es wurde auch weniger Milch gemolken. Kumuliert liegt die Milch- und Käseproduktion aber immer noch über Vorjahr.
Der Milchkuhbestand in der Schweiz hat abgenommen.
Quelle: Symbolbild Pixabay
Im August wurden in der Schweiz 256’080 Kilogramm Milch gemolken, das sind 2,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Kumuliert liegt die Milchproduktion mit 2,26 Mio. Kilogramm aber weiterhin über dem Vorjahr (+2,5C %), wie aus dem aktuellen Marktlagebericht der Schweizer Milchproduzenten hervorgeht. Dabei zeigt sich auch im August ein deutlicher Unterschied zwischen der Verkehrsmilchproduktion mit und ohne Silofütterung. Die Milchproduktion mit Silofütterung ist auf dem Vorjahresniveau, ohne Silofütterung liegt diese 8,2 Prozent unter dem Vorjahr.
Der Milchkuhbestand ist weiter geschrumpft: Im September 2026 gab es 500’019 Milchkühe in der Schweiz, das sind 3,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
Im August 2026 wurde zudem zum ersten Mal in diesem Kalenderjahr weniger Butter hergestellt als im Vorjahresmonat. Die kumulierte Butterproduktion bis August ist mit einem Plus von 13,6 Prozent aber deutlich höher als im Vorjahr, wie die Schweizer Milchproduzenten schreiben.
Im August 2026 wurden 16’834 Tonnen Käse produziert, 1,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die kumulierte Käseproduktion von Januar bis August 2026 betrug 146’963 Tonnen. Sie war 4 Prozent höher als in der Vorjahresperiode.
Zulegen konnten vor allem Quark (+27,2 %), «übrige» Frischkäse (+11,9 %), Mozzarella (+3,9 %), «Andere» Halbhart- und Hartkäse / mager bis viertelfett (+19,3 %), Raclette Suisse (+3,1 %) und Vacherin Fribourgeois AOP (+19,6 %).
Den grössten Produktionsrückgang verzeichnen vorwiegend Emmentaler AOP (-10,6%), «Andere» Halbhart- und Hartkäse / halb bis vollfett (-4,5%), Gruyère AOP (-1,9%) und Appenzeller (-6,4%).