Studie: Klimaresistente Kartoffeln schmecken gut
Klimaresistente Kartoffelsorten können auch geschmacklich überzeugen. Das zeigt eine Studie der BFH-HAFL. Besonders zwei mehligkochende Sorten haben Marktpotenzial. Anfang 2027 testet Denner die Akzeptanz im Detailhandel.
Bis 2040 will die Kartoffelbranche auch 80 Prozent der Anbaufläche robuste Kartoffelsorten kultivieren.
Quelle: Symbolbild LID
Robuste Kartoffelsorten sind widerstandsfähiger gegen Krankheiten, Hitze und Trockenheit und benötigen weniger Pflanzenschutzmittel. Ob sie auch geschmacklich überzeugen, untersuchte die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften BFH-HAFL im Auftrag der Branchenorganisation Swisspatat und mit Unterstützung von Denner und IP-Suisse.
Der Konsumententest zeigt: Robuste Kartoffelsorten haben Potenzial im Markt, wie die HAFL mitteilt. Zwei mehligkochende Sorten erhielten besonders positive Bewertungen und weisen laut den Forschenden ein grosses Vermarktungspotenzial auf. Informationen über die Umweltvorteile erhöhten die Kaufbereitschaft zusätzlich. Bei den festkochenden Sorten besteht dagegen noch Verbesserungsbedarf hinsichtlich Geschmack und Textur. Für die Studie degustierte über 80 Testpersonen drei festkochende und drei mehligkochende Sorten im Vergleich mit etablierten Referenzsorten.
Anfang 2027 folgen Praxistests in ausgewählten Denner-Filialen. Kundinnen und Kunden erhalten kostenlose Produktproben und bewerten Geschmack, Qualität und Kaufbereitschaft.
Zum Hintergrund: Die Schweizer Kartoffelbranche hat sich mit dem Bundesamt für Landwirtschaft das Ziel gesetzt, bis 2040 auf 80 Prozent der Anbaufläche robuste Sorten anzubauen.