Cola, Nestlé und Danone passen Recycling-Versprechen auf Flaschen an

Coca-Cola, Danone und Nestlé ändern nach Gesprächen mit der Europäischen Kommission und den EU-Konsumentenschutzbehörden ihre Recycling-Werbeversprechen auf Kunststoffflaschen.

Coca-Cola korrigiert irreführende Recyclingangaben.

Coca-Cola korrigiert irreführende Recyclingangaben.

Quelle: Evonne Yuwen Teoh/Unsplash

Die Lebensmittelkonzerne verpflichten sich demnach, irreführende Angaben zur Recycelbarkeit zu korrigieren. Laut einer Mitteilung der EU-Kommission vom Donnerstag wollen die Konzerne Angaben auf den Flaschenetiketten wie «Diese Flasche besteht zu 100 Prozent aus recyceltem Kunststoff» durch Formulierungen wie «Diese Flasche ist zu 100 Prozent recycelt. Ausser Deckel und Etikett» ersetzen. So seien sachlich klare und korrekte Informationen hinsichtlich der Recyclingfähigkeit und der Zusammensetzung gewährleistet, schreibt die EU-Kommission. Auch Aufschriften wie «Recycle me again» sollen zu «Recycle me» geändert werden.

Die EU-Kommission und die nationalen Behörden prüften die verbesserten Angaben und befanden sie mit dem EU-Konsumentenschutzrecht für vereinbar. Coca-Cola und Nestlé setzten laut der Kommission einen Teil der Zusagen bereits um, etwa Recycling-Versprechen auf digitalen Kanälen.

Ausgelöst wurde der Fall 2023 durch eine Warnung der europäischen Konsumentenorganisation BEUC, die sich gegen irreführende Recycling-Angaben auf Kunststoffflaschen richtete. Die EU-Kommission und die nationalen Verbraucherschutzbehörden nahmen daraufhin den Dialog mit den Konzernen auf.