Babynahrung: Generalstaatsanwalt von Texas verklagt Nestlé
Die texanische Staatsanwaltschaft hat Klage gegen Gerber und Mutterkonzern Nestlé eingereicht. Der Vorwurf: Trotz erhöhter Schwermetallwerte in Zutaten soll Gerber seine Babynahrung als sicher und streng geprüft vermarktet haben.
Texas wirft Gerber vor, Babynahrung mit Schadstoffen verkauft zu haben.
Quelle: zVg
Ken Paxton, der Generalstaatsanwalt von Texas, wirft dem Babynahrungshersteller Gerber und dessen Mutterkonzern Nestlé USA irreführende Sicherheitsversprechen vor. Laut Klageschrift wiesen interne Tests erhöhte Konzentrationen von Arsen, Blei und Cadmium in Rohstoffen nach, wie das Portal Foodbev schreibt.
Zwischen 2017 und 2019 soll Gerber 67 Chargen Reismehl verwendet haben, deren Arsenwerte den US-Grenzwert für Trinkwasser in Flaschen um mehr als das Neunfache überstiegen. Bei Karotten und Süsskartoffeln wurden laut Klage ebenfalls hohe Schwermetallwerte festgestellt. Zudem habe Gerber überwiegend Zutaten statt Endprodukte untersucht und nur selten auf Quecksilber getestet.
Nestlé weist die Vorwürfe zurück. Sämtliche Gerber-Produkte erfüllten die geltenden US-Vorschriften. Jedes Produkt werde auf mehr als 500 Schadstoffe und Verunreinigungen geprüft. Schwermetalle kämen natürlicherweise in der Umwelt vor und liessen sich aus Lebensmitteln nicht vollständig entfernen.
Die Klage ist Teil einer seit 2025 laufenden Untersuchung der US-Babynahrungsbranche. Mit Plum Organics erzielte Texas bereits eine Vereinbarung über strengere Grenzwerte, zusätzliche Tests und mehr Transparenz.