IT-Sicherheitsvorfall bei belgischem Detailhändler
Ein IT-Sicherheitsvorfall bei Ahold Delhaize beeinträchtigt mehrere Handelsketten. Websites, Apps und Logistiksysteme sind ausgefallen. Albert Heijn kann vorerst keine Onlinebestellungen ausliefern. Die Ursache ist noch unklar.
Der niederländisch-belgische Handelskonzern Ahold Delhaize hat am Montag, 12. Oktober, einen Sicherheitsvorfall in seinem IT-Netzwerk gemeldet. Als Schutzmassnahme wurden mehrere Systeme abgeschaltet. Die Ursache ist bislang unbekannt, wie LZ-net berichtet.
Betroffen sind unter anderem die Vertriebslinien Albert Heijn, Etos und Gall & Gall. Deren Websites, Apps und Kundenservice sind nicht verfügbar. Bei Albert Heijn funktioniert zudem das Loyalitätsprogramm mit persönlichen Rabatten nicht. Betroffene Kunden sollen entschädigt werden.
Besonders gravierend sind die Auswirkungen auf die Logistik: Albert Heijn hat seine Logistiksysteme vorübergehend abgeschaltet. Online bestellte Lebensmittel können deshalb bis auf Weiteres nicht ausgeliefert werden. Wann der Betrieb wieder aufgenommen wird, ist offen. Die stationären Geschäfte bleiben geöffnet. Allerdings zeigen elektronische Regalpreisschilder bei Albert Heijn teilweise noch Aktionspreise der Vorwoche an, die von den Kassenpreisen abweichen können.
Bereits Ende 2024 war Ahold Delhaize Ziel einer Cyberattacke geworden. Damals hatten Hacker Daten von US-Servern des Konzerns gestohlen.