Cyberangriff legt französische Kühlanlagen lahm
Ein Cyberangriff hat die Kühlanlagen von über 230 Supermärkten in Frankreich gestört. Betroffen sind unter anderem Intermarché, Netto und Carrefour. Zahlreiche Lebensmittel müssen entsorgt werden. Die Schadenshöhe ist noch unklar.
Eine gross angelegte Cyberattacke hat in der Nacht auf Montag, 12. Oktober, die Kühl- und Gefrieranlagen mehrerer französischer Lebensmittelhändler ausser Betrieb gesetzt. Hackern gelang es, die Anlagen in den Auftaumodus umzustellen, wie die Agentur DPA meldet.
Bei der Handelsgruppe Les Mousquetaires sind rund 150 Filialen der Vertriebslinien Intermarché und Netto betroffen. Carrefour meldet Störungen in 80 seiner insgesamt 6000 Märkte. Auch Coopérative U bestätigt Ausfälle in mehreren Geschäften.
Der Angriff richtete sich laut Les Mousquetaires gegen den dänischen Kältetechnik-Dienstleister Danfoss, dessen Systeme bei verschiedenen Handelsketten im Einsatz sind. Nach Angaben des Unternehmens sind vorwiegend ältere Produkte betroffen.
Die Folgen für den Lebensmittelhandel sind erheblich: Zahlreiche gekühlte und tiefgekühlte Waren müssen entsorgt werden. Die Höhe des finanziellen Schadens lässt sich derzeit noch nicht beziffern. Techniker arbeiten an der Wiederherstellung der Kühlanlagen.
Die Cyberkriminalitätsabteilung der Pariser Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen. Neben den Ausfällen wurden auch Brandausbrüche gemeldet.