Italienische Molkerei produziert PET-Flaschen selbst

Die italienische Molkereigenossenschaft Latteria Sociale Valtellina hat ihre Verpackungsproduktion umgestellt. Mit einer neuen Streckblasmaschine von SMI stellt sie PET-Flaschen für Milch und Kefir direkt am Produktionsstandort her.

Die italienische Molkereigenossenschaft Latteria Sociale Valtellina.

Die italienische Molkereigenossenschaft Latteria Sociale Valtellina.

Quelle: zVg valtellina

Die Molkerei Latteria Sociale Valtellina in Postalesio in der norditalienischen Provinz Sondrio verarbeitet täglich mehr als 120 Tonnen Milch ihrer Genossenschaftsmitglieder. Für die Abfüllung setzt sie auf PET-Flaschen mit einem Recyclinganteil von 50 Prozent, wie die Molkerei mitteilt.

Mit der neuen Streckblasmaschine EBS 4 K Ergon des italienischen Anlagenbauers SMI produziert die Molkerei ihre Flaschen nun selbst. Die Anlage stellt 0,5- und 1-Liter-Flaschen für Milch sowie 0,48-Liter-Flaschen für Kefir her. Bisher bezog die Molkerei fertig geblasene PET-Flaschen. Neu werden nur noch sogenannte Preforms angeliefert, die erst am Standort zu Flaschen geformt werden. Diese Rohlinge benötigen rund zwanzigmal weniger Transportvolumen als fertige Flaschen.

Laut SMI können pro Lieferung 497 952 Preforms statt bisher 38 016 fertiger Flaschen transportiert werden. Dadurch reduziert sich die Zahl der notwendigen Transporte für dieselbe Flaschenmenge rechnerisch um 92,4 Prozent. Die neue Anlage verfügt zudem über ein optimiertes Heizsystem mit Infrarotlampen und wärmereflektierenden Elementen, das den Energieverbrauch beim Streckblasen senken soll. Mit einem Recyclinganteil von 50 Prozent liegt die eingesetzte PET-Verpackung bereits über der für 2030 vorgesehenen EU-Vorgabe von mindestens 30 Prozent Rezyklatanteil bei Einweg-Getränkeflaschen aus Kunststoff.