Ferrero plant erstes Produktionswerk in Rumänien

Der italienische Süsswarenkonzern Ferrero will erstmals in Rumänien produzieren. Die Investition von rund 30 Millionen Euro, soll in Timisoara im Westen des Landes vorgenommen werden.

Ferrero plant in Rumänien Produktionsanlagen.

Ferrero plant in Rumänien Produktionsanlagen.

Quelle: zVg insta

Das Unternehmen stehe kurz vor dem Kauf eines Industriestandorts, wie lz-net.de schreibt. Die letzten Schritte zum Erwerb eines bestehenden Industriekomplexes in Timisoara seien demnach eingeleitet worden. Der Standort umfasst vier Industriehallen und Büroflächen mit insgesamt 36 400 Quadratmetern. Der belgische Logistikimmobilienspezialist Warehouses De Pauw (WDP) hatte die Gebäude vor rund zwei Jahren für den schwedischen Ericsson-Konzern errichtet. Dieser verzichtete jedoch auf einen Bezug.

Ferrero will den Standort zu einer modernen Produktionsanlage ausbauen. Der Konzern begründet laut lz-net.de die Standortwahl mit der industriellen Tradition Rumäniens, der strategisch günstigen Lage und der Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte. Bislang ist Ferrero in Rumänien ausschliesslich mit einer Vertriebsgesellschaft vertreten. Ferrero Romania beschäftigt rund 120 Mitarbeitende und erzielte zuletzt einen Umsatz von umgerechnet rund 355 Millionen Euro.

Wann die neue Fabrik den Betrieb aufnehmen soll und welche Märkte von dort beliefert werden, ist noch offen. Auch zu den geplanten Produktionskapazitäten machte Ferrero keine Angaben. Der Konzern vertreibt weltweit mehr als 35 Marken, darunter Nutella, Kinder, Ferrero Rocher und Tic Tac. Im Geschäftsjahr 2024/25 steigerte Ferrero den Umsatz um 4,6 Prozent auf 19,3 Milliarden Euro. Der Nettogewinn blieb mit 1,2 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau.