Bio-Händler wehrt sich gegen Tegut-Übernahme durch Edeka
Die geplante Übernahme von 178 Tegut-Filialen durch Edeka stösst auf Widerstand. Der Münchner Bio-Händler Vollcorner hat Beschwerde gegen die Genehmigung des Bundeskartellamts eingereicht.
Der Bio-Händler Vollcorner wehrt sich gegen die Tegut-Übernahme durch Edeka.
Quelle: zVg vollcorner
Das Oberlandesgericht Düsseldorf muss nun prüfen, ob Edeka grosse Teile der deutschen Migros-Tochter Tegut übernehmen darf. Das Bundeskartellamt hatte den Kauf von 178 Filialen, 41 Teo-Smartstores, der Fuldaer Zentrale sowie der Bäckerei Herzberger und eines Logistikstandorts genehmigt.
Der Münchner Bio-Händler Vollcorner hält insbesondere die Übernahme der Tegut-Standorte in München für wettbewerbsrechtlich problematisch. Die Geschäftsführer Paul Pfaff und Stefan Berktold befürchten negative Auswirkungen auf den Wettbewerb und die Angebotsvielfalt. Das Unternehmen zeigt zudem Interesse an einzelnen Tegut-Standorten in München.
Vollcorner wurde 1988 gegründet und betreibt im Grossraum München 21 Biomärkte mit rund 400 Mitarbeitenden. Das Unternehmen war bereits am kartellrechtlichen Prüfverfahren beteiligt.