Vion will Schweineschlachthof in Apeldoorn verkaufen

Der Fleischkonzern Vion plant den Verkauf seines Schlachthofs im niederländischen Apeldoorn. Die Produktion soll auf andere Standorte verlagert werden. Rund 300 Mitarbeitende sind betroffen.

Der Vion-Standort in Appeldorn.

Der Vion-Standort in Appeldorn.

Quelle: zVg

Der Fleischkonzern Vion reagiert auf die rückläufigen Schweinebestände in den Niederlanden und will seine Schlachtkapazitäten reduzieren. Das Unternehmen plant, den Standort Apeldoorn an einen Dritten zu verkaufen und die dortigen Produktionsmengen auf andere niederländische Vion-Betriebe zu verteilen. Das teilt das Unternehmen mit.

Hintergrund ist der anhaltende Rückgang der niederländischen Schweinehaltung, unter anderem infolge staatlicher Massnahmen. Die niederländische Regierung arbeitet aktiv an einer Verringerung der Tierbestände, um die Stickstoff- und Phosphorüberschüsse zu senken. Dadurch verfügt Vion über mehr Verarbeitungskapazitäten als benötigt. Mit der geplanten Verlagerung sollen die vorhandenen Kapazitäten besser ausgelastet und die Lieferbeziehungen gesichert werden. Bei einem zügigen Verkauf könnte die Verlagerung bis Ende 2026 abgeschlossen sein.

Von der Massnahme sind rund 300 Mitarbeitende betroffen. Vion prüft Möglichkeiten zur Weiterbeschäftigung an den Standorten Boxtel, Groenlo und Scherpenzeel. Für einen grossen Teil der Belegschaft könnten sich dadurch interne Anschlusslösungen ergeben, so Vion. Gemeinsam mit den Gewerkschaften will Vion zudem einen Sozialplan erarbeiten.