Tessiner Milchbranche will Kräfte bündeln
Die Tessiner Milchwirtschaft treibt die Gründung einer Branchenorganisation voran. Sie soll Produzenten, Verarbeiter, Detailhandel und Gastronomie zusammenbringen und den Absatz von Tessiner Milchprodukten stärken.
Die neue Branchenorganisation soll Tessiner Milchprodukte auch jenseits des Gotthards besser vermarkten.
Quelle: Ticino a te
An den Arbeiten beteiligen sich unter anderem die Tessiner Milchproduzentenvereinigung FTPL, der Tessiner Bauernverband UCT und die Tessiner Alpwirtschaftsgesellschaft STEA. Koordiniert wird das Projekt vom Kompetenzzentrum für die Tessiner Agrar- und Ernährungswirtschaft CCAT, unterstützt von der kantonalen Landwirtschaftsabteilung. Auch Migros Ticino und die Gastronomie sind eingebunden, wie aus einem Bericht im Tessiner Migrosmagazin «Azione» zu entnehmen ist.
Ziel ist eine stärkere Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Damit sollen unter anderem die Wettbewerbsfähigkeit verbessert, Absatzmöglichkeiten innerhalb und ausserhalb des Tessins erschlossen und die hohen Transportkosten besser bewältigt werden, wie es im Bericht heisst.
Parallel dazu wird eine Strategiestudie zur Zukunft der Tessiner Milchwirtschaft aktualisiert. Agridea und die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL in Zollikofen untersuchen mögliche Entwicklungsmodelle sowie Verbesserungen bei Organisation, Zusammenarbeit und Produktionsprozessen. Die Ergebnisse werden 2027 erwartet.
«Die Branchenorganisation ist das Instrument, mit dem wir den Produkten aus unserer Region ein stärkeres und klareres Profil geben können», sagt Mattia Keller, Direktor von Migros Ticino. Die Tessiner Milchprodukte sollen dadurch auch nördlich des Gotthards stärker positioniert werden.