Moët Hennessy will leichtere Glasflaschen
Der Wein- und Spirituosenkonzern Moët Hennessy will das Gewicht seiner Glasflaschen um bis zu 50 Prozent reduzieren. Dazu spannt der Konzern mit dem Glasverpackungshersteller Verallia zusammen.
Verallia bringt Erfahrung mit der Produktion leichter Glasflaschen mit (im Bild ein Schmelzofen von Verallia).
Quelle: zVg
Moët Hennessy, die Wein- und Spirituosensparte des Luxusgüterkonzerns LVMH, und der Glasverpackungshersteller Verallia wollen gemeinsam eine neue Generation von Glasflaschen entwickeln. Im Zentrum stehen Ressourceneffizienz, Kreislauffähigkeit und die Dekarbonisierung von Verpackungen, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung heisst.
Das Programm zielt darauf ab, das Gewicht von Flaschen um 30 bis 50 Prozent zu reduzieren. Technologien zur Verstärkung des Glases und neue Prozesse sollen dafür sorgen, dass die mechanischen Eigenschaften trotz geringerem Materialeinsatz erhalten bleiben. Die Zusammenarbeit reicht von Forschung und Entwicklung bis zur industriellen Validierung unter realen Produktionsbedingungen und ist auf das kommende Jahrzehnt ausgelegt.
Nach Angaben der Partner können Glasverpackungen bis zu 30 Prozent des CO₂-Fussabdrucks der Wein- und Spirituosenindustrie ausmachen. Verallia bringt insbesondere sein Know-how in der Entwicklung und industriellen Herstellung leichter Glasverpackungen ein. Moët Hennessy steuert Kenntnisse zu Anwendungen und Konsumentenerlebnis sowie zur Einführung von Innovationen im industriellen Massstab bei.
Die Partnerschaft soll zugleich auf künftige Anforderungen der europäischen Verpackungsverordnung PPWR vorbereiten, unter anderem hinsichtlich Verpackungsreduktion, Recyclingfähigkeit und Kreislaufwirtschaft.