Sazerac will Berentzen übernehmen
Der US-Spirituosenkonzern Sazerac plant die Übernahme des deutschen Spirituosenherstellers Berentzen. Nach erfolgreicher Transaktion soll Berentzen von der Börse genommen werden.
Berentzen hat seinen Hauptsitz in Haselünne in Niedersachsen.
Quelle: Berentzen
Die Berentzen-Gruppe und der US-Spirituosenhersteller Sazerac haben eine Vereinbarung über einen Unternehmenszusammenschluss geschlossen. Das teilten die Unternehmen am Montag in einer gemeinsamen Medienmitteilung mit. Gemäss «Lebensmittelzeitung» bietet Sazerac für o 53,3 Millionen Euro. Konkret will Sazerac pro Aktie 5,55 Euro bieten.
Berentzen empfiehlt laut Mitteilungen allen Anteilseignern, das Angebot der Amerikaner anzunehmen. «Der angebotene Preis von 5,55 Euro je Aktie entspricht einem Niveau, das seit über zwei Jahren nicht mehr erreicht wurde», lassen sich die Vorstände Oliver Schwegmann und Ralf Brühöfner in der Mitteilung zitieren.
Der Vorstand und Aufsichtsrat von Berentzen versprechen sich vom Zusammenschluss insbesondere zusätzliche Innovationskraft, Vertriebsstärke und eine stärkere Internationalisierung. Sazerac will die bestehenden Standorte weiterbetreiben und mit zusätzlichen Investitionen entwickeln. Künftig sollen auch Marken des US-Konzerns vom deutschen Team produziert und vertrieben werden.
Behördliche Genehmigungen seien nicht erforderlich, heisst es in der Mitteilung. Der Abschluss wird für das vierte Quartal 2026 erwartet. Anschliessend strebt Sazerac ein Delisting der Berentzen-Gruppe an, das der Vorstand unterstützen will.
Berentzen produziert unter anderem Puschkin-Wodka, Bommerlunder und Doornkaat. Zuletzt hatte das Unternehmen unter der sinkenden Nachfrage nach alkoholischen Spirituosen gelitten. Sazerac ist eines der zwei grössten US-Spirituosenunternehmen und produziert vor allem Whisky. Sazerac setzt seit Längerem auf Wachstum durch Firmenübernahmen.