Brotgetreide: Swiss Granum fordert stärkeren Grenzschutz

Die Importe von Backwaren haben sich innert 20 Jahren fast verdreifacht. Der Getreidebranchenverband Swiss granum fordert deshalb vom Ständerat politische Massnahmen zur Stärkung der Schweizer Brotgetreide-Wertschöpfungskette.

Die Getreidebranche verlangt von der Politik mehr Schutz.

Die Getreidebranche verlangt von der Politik mehr Schutz.

Quelle: zVg

Am Montag behandelt der Ständerat gleich vier Motionen, die auf eine Stärkung der einheimischen Produktion und Verarbeitung von Brotgetreide abzielen. Swiss granum, die Schweizerische Branchenorganisation Getreide, Ölsaaten und Eiweisspflanzen, appelliert im Vorfeld an den Ständerat. Zur Rückgewinnung von Marktanteilen und damit Reduktion der Importe von Backwaren brauche die Branche die Unterstützung des Parlaments, teilt Swiss granum mit.

Konkret unterstützt Swiss granum die Motionen von Christine Badertscher (24.3385) zur Stärkung der Schweizer Brotgetreideproduktion und von Katja Riem 24.3127 zur Aufhebung zolltariflicher Begünstigungen für bestimmte Halbfertig- und Fertigprodukte als Paket. Ebenfalls unterstützt die Organisation die Motion der Wirtschaftskommission des Ständerates (26.4061) zur Stärkung der einheimischen Backwarenproduktion. Von diesen Vorstössen verspricht sich die Branchenirganisation mehr inländische Wertschöpfung sowie den Erhalt und Ausbau von Arbeits- und Ausbildungsplätzen. Auswirkungen auf den Brotpreis seien gering, heisst es in der Mitteilung.

Abgelehnt wird von Swiss granum dagegen die Motion der Wirtschaftskommission des Ständerates (26.4060) zur Versteigerung des Zollkontingents Brotgetreide. Diese würde laut Swiss granum die Getreideimporte verteuern.

Zum Hintergrund: 2025 wurden rund 164'000 Tonnen Backwaren importiert – fast dreimal so viel wie vor zwanzig Jahren. Zusammen mit politischen Entscheiden zur Ausbeutenorm in der Stärkeproduktion habe dies zu einem Rückgang der inländischen Getreidevermahlung geführt, schreibt Swiss granum.