"Der Preiskampf ist nicht so dramatisch"

Markus Brand, Senior Analytic Consultant bei NielsenIQ, kennt das Konsumverhalten von Herrn und Frau Schweizer aus dem Effeff. Er wird an der Konferenz Brennpunkt Nahrung vom 3. November 2026 in Bern referieren.

«Die grösste Veränderung bei den deutschen Discountern war nicht die Verschweizerung, sondern die Ladengestaltung.» Markus Brand, Senior Analytic Consultant bei NielsenIQ.

«Die grösste Veränderung bei den deutschen Discountern war nicht die Verschweizerung, sondern die Ladengestaltung.» Markus Brand, Senior Analytic Consultant bei NielsenIQ.

Die Zahl ist stark angestiegen, auf etwa 200 Mal pro Jahr, also rund vier Mal pro Woche. Eine Generation vorher waren es drei Mal pro Woche. Die grossen Wochen- oder Monatseinkäufe gehen seit Jahren zurück. Die Discounter profitieren auch davon, sie haben es vielleicht auch ein Stück weit verursacht. Kleine Ladenformate werden wichtiger, grosse Einkaufszentren haben eher Schwierigkeiten. Manche Detailhändler haben gemerkt, dass ihr Filialnetz nicht mehr optimal ist...

Der Bereich Online ist heute bei vier bis fünf Prozent Marktanteil, er wird zunehmen, aber nicht mehr sehr stark. Online ist bei Frischprodukten nicht interessant, aber für Produkte wie Kaffeekapseln oder Babynahrung schon. Die Frage ist, ob es sich lohnt, online einen ganzen Supermarkt anzubieten und dann teure Gefährte mit drei Temperaturstufen zu betreiben. In Südkorea ist der Online-Anteil bei Lebensmitteln bei 20 Prozent. In der Schweiz ist die Ladendichte zu hoch, um auf einen solchen Anteil zu kommen.