Groupes Minoteries ist in den roten Zahlen
Die Konsolidierungen mit den Übernahmen und der Mühlenschliessung der Groupe Minoteries SA haben Spuren hinterlassen. Die Mühlengruppe ist im ersten Halbjahr 2026 in die roten Zahlen gerutscht.
Die Mühlengruppe hat im ersten Halbjahr 2026 einen Verlust eingefahren.
Quelle: zVg gmsa
Der konsolidierte Nettoumsatz von Groupe Minoteries (GMSA) stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,2 Prozent auf 78,4 Millionen Franken. Zum Wachstum trug die 2025 übernommene Schweizerische Schälmühle E. Zwicky AG bei, die 2026 während fünf zusätzlicher Monate in den Zahlen enthalten ist. Gleichzeitig erhöhten sich die Personal- und Betriebsaufwendungen um 5,5 Millionen Franken. Darin enthalten ist eine Rückstellung von 250 000 Franken für den Sozialplan im Zusammenhang mit der Schliessung des Standorts Zollbrück.
Zusätzlich belastet eine Rückstellung von 2,8 Millionen Franken für Abschreibungen auf Immobilien und Maschinen in Zollbrück das Betriebsergebnis. Der EBIT sank dadurch von 2,9 Millionen Franken im Vorjahr auf minus 1,4 Millionen Franken. Unter dem Strich resultierte ein Verlust von 962 000 Franken. Im ersten Halbjahr 2025 hatte GMSA noch einen Gewinn von 2,6 Millionen Franken erzielt. Positiv entwickelte sich der operative Cashflow. Dieser erhöhte sich von 5,2 auf 8,4 Millionen Franken.
Für das Gesamtjahr rechnet GMSA weiterhin mit einer angespannten Ertragslage. Die Integration der Schälmühle Zwicky dürfte zwar den Umsatz stützen, die erwarteten Synergien wirken sich laut Unternehmen aber noch nicht vollständig aus. Einen zusätzlichen Einfluss auf das Jahresergebnis könnte eine mögliche Aufgabe des Standorts der Steiner Mühle AG haben.