Inoverde prüft Schliessung des Standorts Sursee
Inoverde prüft eine Schliessung des Leistungszentrum in Sursee, die Kern- und Steinobstsparte würde so auf Perroy und Charrat konzentriert. Betroffen wären 44 Mitarbeitende.
Inoverde, die Früchte- und Gemüsehandelstochter der Fenaco, überprüft die Zukunft des Standorts Sursee (LU). Inoverde will seine Kern- und Steinobstsparte effizienter aufstellen und prüft deshalb eine Konzentration auf die Leistungszentren Perroy (VD) und Charrat (VS).
Als Gründe nennt Inoverde den hohen Preis- und Kostendruck in der Früchtebranche sowie den Investitionsbedarf in Sursee. Der älteste und kleinste der drei Standorte verfügt über eine historische, zweigeschossige Bausubstanz, die teilweise aufwendige Prozesse verursacht. In den kommenden Jahren wären Investitionen von mehreren Millionen Franken nötig. Angesichts der vergleichsweise tiefen Verarbeitungsmengen seien diese nicht zu rechtfertigen. Perroy und Charrat verfügten dagegen über eine zeitgemässe Infrastruktur und Entwicklungspotenzial.
Über die Schliessung ist noch nicht definitiv entschieden. Für die 44 Mitarbeitenden in Sursee läuft bis zum 28. August 2026 ein Konsultationsverfahren. Bei einer Schliessung soll ein Sozialplan greifen. Zudem prüft Inoverde Weiterbeschäftigungen innerhalb der Fenaco-Gruppe. Mit betroffenen Obstproduzentinnen und -produzenten führt das Unternehmen parallel Gespräche über Anschlusslösungen.