Gemüseproduzenten fordern höhere Preise

Wegen der Trockenheit bewässern Gemüseproduzenten ihre Kulturen so häufig wie selten zuvor. Das kostet. Der Verband Schweizer Gemüseproduzenten (VSGP) fordert deshalb höhere Preise.

Viele Betriebe müssen ihre Gemüsekulturen bewässern.

Viele Betriebe müssen ihre Gemüsekulturen bewässern.

Quelle: Symbolbild Elibet Valencia Munoz/Unsplash

Die Hitze und Trockenheit verteuern die Produktion von Gemüse in der Schweiz. Dank Bewässerung könne zwar ein Totalausfall vieler Kulturen verhindert werden, schreibt der Verband Schweizer Gemüseproduzenten (VGSP) in einer Mitteilung. Die Bewässerung bedeute aber einen grossen Mehraufwand an Wasser, Energie, Infrastruktur und Arbeitszeit. Die Produktionskosten steigen dadurch laut VSGP «massiv» an. Bei vielen Gemüsearten werde es diesen Herbst zudem kleinere Ernten und schlechtere Qualität geben, etwa kleinere Kaliber. Diese Entwicklung gefährde die Wirtschaftlichkeit vieler Gemüsebaubetriebe, so der VGSP.

Der Verband fordert deshalb höhere Marktpreise, um die zusätzlichen Kosten abzugelten. Pauschal beziffern liessen sich diese Mehrkosten nicht, sagte Markus Waber auf Anfrage von foodaktuell. Er ist stellvertretender Direktor des Verbandes. Viele Faktoren würden eine Rolle spielen, etwa die Gemüsesorte, ob im Freiland oder im Gewächshaus produziert werde und woher die Betriebe ihr Wasser bezögen. Aktuell müsse jeder Betrieb selber die Rechnung machen und Preise fordern, die die Mehrkosten tatsächlich deckten.