Heineken baut Stellen ab und steigert Gewinn
Heineken hat im ersten Halbjahr 2026 weltweit rund 3000 Vollzeitstellen abgebaut. Die Massnahme ist Teil der Unternehmensstrategie «EverGreen 2030», mit der der Brauereikonzern seine Organisation vereinfachen und die Produktivität steigern will.
Heineken baut Stellen ab.
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Gleichzeitig erhöhte Heineken den operativen Gewinn (BEIA) organisch um 6,7 Prozent auf 2,17 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg organisch um 2,7 Prozent auf 14,83 Milliarden Euro, während der Getränkeabsatz um 1,6 Prozent auf 142,8 Millionen Hektoliter zunahm. Heineken rechnet mit jährlichen Einsparungen am oberen Ende des Zielkorridors von 400 bis 500 Millionen Euro. Erreicht werden sollen diese unter anderem durch den verstärkten Einsatz neuer Technologien, die Optimierung der Lieferkette und eine schlankere Organisation.
In Europa wurden neun Landesgesellschaften zu vier regionalen Organisationen zusammengeführt. Gleichzeitig verkleinert das Unternehmen seine Konzernzentrale um rund ein Drittel. Parallel dazu baut Heineken seine globale Serviceorganisation HBS aus. Rund 3000 Stellen sollen dorthin verlagert werden, wie foodbev.com schreibt. Das Netzwerk beschäftigt damit künftig rund 7000 Mitarbeitende an Standorten in Polen, Indien, Mexiko und Brasilien.
Zudem setzt Heineken verstärkt auf künstliche Intelligenz. KI-Anwendungen kommen unter anderem in den Bereichen Einkauf, Lieferkette und Verwaltung zum Einsatz. Auch die KI-gestützte Vertriebsplattform «MyFreddyai» wird weiter ausgebaut.
Besonders stark entwickelten sich im ersten Halbjahr die Premiummarken. Das Volumen der Marke Heineken stieg um 5,3 Prozent, Premiumbiere legten insgesamt um 6 Prozent zu. Das Portfolio ausserhalb des Biergeschäfts wuchs um 8 Prozent, alkoholfreie und alkoholreduzierte Getränke sogar um 12 Prozent. Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt Heineken seine Prognose eines organischen Wachstums des operativen Gewinns zwischen 2 und 6 Prozent.