Hochwald steigert Effizienz und baut Butterproduktion aus

Die deutsche Hochwald Molkerei treibt den Umbau ihrer Werke weiter voran. Ziel ist es, die Milchverarbeitung effizienter zu gestalten und die Produktionskosten zu senken. Im Zuge der Massnahmen sollen auch Stellen abgebaut werden.

Der modernisierte Standort Hünfeld wird ab Ende 2026 Butter produzieren.

Der modernisierte Standort Hünfeld wird ab Ende 2026 Butter produzieren.

Quelle: zVg hochwald

Der modernisierte Standort Hünfeld wird ab Ende 2026 Butter produzieren. Dafür hat Hochwald die Fertigungslinien der bestehenden Käseproduktion neu angeordnet und einzelne Prozesse automatisiert. Gleichzeitig steige die Käsekapazität des Werks um rund ein Drittel auf 60 000 Tonnen pro Jahr, wie lz-net.de schreibt. Zudem wird dort weiterhin Molkenpulver für Babynahrung hergestellt. Ein weiterer Vorteil: Überschüssiges Milchfett kann künftig direkt vor Ort zu Butter verarbeitet werden. Bislang wurde das Fett zu anderen Werken transportiert. Nach Unternehmensangaben könnten dadurch mehr als 1000 Lastwagenfahrten pro Jahr entfallen.

Trotz rückläufiger Preise für Fett und Eiweiss hält Hochwald an der Investition fest. Das Unternehmen sieht insbesondere bei Butter langfristig internationales Wachstumspotenzial. Auch im Quarkgeschäft will die Genossenschaft weiter wachsen. Nach eigenen Angaben legte der Absatz zuletzt zweistellig zu. Einen Einstieg in die Skyr-Produktion plant Hochwald derzeit nicht. Hintergrund ist unter anderem die veränderte Marktsituation nach der Schliessung des FrieslandCampina-Standorts in Köln. Die Hochwald-Gruppe hat Anfang Juli den Abschluss präsentiert, wonach der Umsatz auf 2,034 Milliarden Euro stieg.