Mehr Himbeeren und Heidelbeeren als im Vorjahr
Die Schweizer Strauchbeerenernte dürfte 2026 leicht über dem Vorjahr liegen. Der Schweizer Obstverband rechnet mit höheren Erntemengen bei Himbeeren, Heidelbeeren und Johannisbeeren. Die Haupternte läuft bereits.
Die Schweizer Produzentinnen und Produzenten haben mit der Ernte der Strauchbeeren begonnen. Der Schweizer Obstverband (SOV) erwartet für dieses Jahr insgesamt 2411 Tonnen Himbeeren, 923 Tonnen Heidelbeeren, 506 Tonnen Brombeeren und 303 Tonnen Johannisbeeren. Mit Ausnahme der Brombeeren liegen die Ernteschätzungen über den Vorjahreswerten. Als Grund nennt der Verband unter anderem die wachsenden Anbauflächen. Diese nehmen bei Himbeeren, Heidelbeeren und Brombeeren um jeweils 3 Prozent zu, bei Johannisbeeren um 10 Prozent.
In der laufenden Woche hat die Haupternte von Himbeeren und Johannisbeeren begonnen. Pro Woche werden laut SOV mehr als 170 Tonnen Himbeeren und rund 50 Tonnen Johannisbeeren erwartet. Die Haupternte der Heidelbeeren startet kommende Woche mit über 100 Tonnen pro Woche, jene der Brombeeren Mitte Juli mit gut 50 Tonnen pro Woche.
Die jüngsten Wetterextreme mit grosser Hitze, Starkregen und Hagel hätten den Beerenanbau erschwert, schreibt der Verband. Um Ernte und Qualität besser abzusichern, würden viele Strauchbeeren in der Schweiz in Folientunnels oder Gewächshäusern produziert. Dies verbessere die Planbarkeit, erhöhe die Fruchtqualität und könne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduzieren.