Deutsche Getränkewirtschaft wehrt sich gegen Zuckersteuer

Mehr als 300 Unternehmen der deutschen Getränkewirtschaft sprechen sich in einem offenen Brief gegen die geplante Zuckersteuer aus. Sie warnen vor zusätzlichen Belastungen für Unternehmen und Konsumenten.

Deutsche Getränkewirtschaft wehrt sich gegen Zuckersteuer

Mehr als 300 Unternehmen der deutschen Getränkewirtschaft haben sich in einem offenen Brief an Bundesregierung und Bundestag gegen die geplante Einführung einer Zuckerabgabe ausgesprochen. Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem Adelholzener Alpenquellen, Capri-Sun, Carlsberg, Coca-Cola, Eckes-Granini, Fritz-Kola, Gerolsteiner, Paulaner, Pepsico, Red Bull und Valensina. Unterstützt wird die Initiative von mehreren Branchenverbänden.

Die Unternehmen argumentieren, eine Zuckersteuer würde erhebliche wirtschaftliche Folgen haben, Verbraucher und Betriebe zusätzlich belasten und in Marktmechanismen eingreifen, ohne dass ihre gesundheitspolitische Wirksamkeit wissenschaftlich belastbar belegt sei. Zudem verweisen sie auf die bereits hohen Belastungen durch gestiegene Energie-, Logistik-, Verpackungs- und Personalkosten sowie auf die Konsumzurückhaltung und die anhaltende Krise der Gastronomie.

Die Branche betont zudem, sie habe den Zuckergehalt marktrelevanter Erfrischungsgetränke seit 2018 um rund 15 Prozent gesenkt. Rezepturanpassungen und ein erweitertes Angebot kalorienreduzierter beziehungsweise Zero-Produkte zeigten, dass Zuckerreduktion bereits Realität sei. Die Unternehmen fordern deshalb Planungssicherheit und den Verzicht auf zusätzliche Belastungen.