Entscheid Ernterichtpreise verschoben
Die Kommission «Markt-Qualität Getreide» von swiss granum hat die Festlegung der Ernterichtpreise für Brotgetreide der Ernte 2026 vertagt. Ein Entscheid soll nun am 19. Juni 2026 fallen.
Die Akteure der Getreidebranche konnten sich nicht auf einen Ernterichtpreis einigen.
Quelle: zVg swissgranum
An ihrer Sitzung vom 15. Juni konnten sich die Marktpartner der schweizerischen Branchenorganisation Getreide, Ölsaaten und Eiweisspflanzen, Swiss Granum, noch nicht auf Richtpreise einigen. Die Verhandlungen würden deshalb fortgesetzt, wie die Organisation in einer Medienmitteilung schreibt. Auch für Futtergetreide und Eiweisspflanzen der Ernte 2026 seien erneut keine Ernterichtpreise festgelegt worden. Zwar diskutierten Vertreter der Produzenten, Tierhalter und Abnehmer die Preisentwicklung, eine Einigung konnte jedoch nicht erzielt werden.
Nach Angaben von Swiss Granum unterscheiden sich die Marktbedingungen kaum von den Vorjahren. Die unterschiedlichen Preiserwartungen der beteiligten Akteure liessen sich daher nicht auf einen gemeinsamen Richtpreis zusammenführen.
Während Getreideproduzenten höhere Preise anstreben, stehen Tierhalter und Abnehmer unter Kostendruck. Die unterschiedlichen Interessen verhinderten erneut eine Einigung für den Futtergetreide- und Eiweisspflanzenmarkt. Damit bleibt es auch für die Ernte 2026 bei der Praxis der vergangenen Jahre, auf offizielle Ernterichtpreise in diesen Segmenten zu verzichten.