Gebana eröffnet Fabrik in Burkina Faso

Das Schweizer Fairtrade-Unternehmen Gebana hat in Burkina Faso eine Fabrik für Cashews und getrocknete Mangos gebaut. Damit bleibt die Wertschöpfung im Land.

Über 1000 Angestellte arbeiten in der neuen Gebana-Fabrik.

Über 1000 Angestellte arbeiten in der neuen Gebana-Fabrik.

Quelle: Gebana

12 Millionen Euro hat Gebana in seine neue Fabrik für Cashews und getrocknete Mangos in Bobo-Diulasso in Burkina Faso investiert. Seit November 2025 laufen die Knackmaschinen, Mangos kommen seit April dieses Jahres aus den Trocknungsöfen. 1080 Menschen arbeiten bereits in der neuen Anlage in mehreren Produktionshallen, einem Bürogebäude, einer Kantine und einem Kinderhort, wie Gebana mitteilt.

Mit der neuen Fabrik werde die Wertschöpfung in Burkina Faso erhöht, einem der ärmsten Länder der Welt. Heute werden rund 90 Prozent der Cashewnüsse aus Westafrika zum Knacken nach Asien transportiert. Damit werde nicht nur viel unnötiges Gewicht transportiert, schreibt Gebana. Auch der Verdienst finde nicht dort statt, wo der Rohstoff wachse. Das soll sich mit der neuen Fabrik ändern. Heute liefern rund 5600 Familien ihre Bio-Cashews und -Mangos an Gebana; diese Zahl soll auf 7000 steigen. Zusätzlich zum Bio- und Fairtrade-Preis erhalten die Produzenten bei Gebana 10 Prozent des Verkaufspreises ihrer Produkte im Gebana-Onlineshop.

Für die Gebana war es die bisher grösste Investition, und die risikoreichste. Während der dreijährigen Bauzeit fanden in Burkina Faso gleich zwei Militärputsche statt, welche die administrativen Prozesse jeweils um drei bis vier Monate verzögerten. Gebanas 12-Millionen-Euro-Fabrik allein entspricht rund 15 Prozent der gesamten ausländischen Investitionen in Burkina Faso.