Weitere 800 Tonnen Butter werden exportiert
Der Vorstand der Branchenorganisation Milch hat nochmals eine Tranche gestützte Butterexporte im Umfang von 800 Tonnen beschlossen. Da das Geld knapp wird, wird die Stützung ab Juni gekürzt.
Die Milchproduktion lag im ersten Quartal 2026 um 6,1 % über dem Vorjahresniveau.
Quelle: Symbolbild Megumi Nachev/Unsplash
Nach wie vor gibt es in der Schweiz zu viel Milch, zudem sind die Milchfettgehalte sehr gut. Die Folge: Derzeit liegen über 7000 Tonnen Butter in den Schweizer Tiefkühllagern, das sind rund 2000 Tonnen mehr als um diese Jahreszeit marktüblich ist. Um den Markt zu entlasten, hat der Vorstand der Branchenorganisation Milch (BOM) am 20. Mai nochmals eine Tranche gestützteButterexporte im Umfang von 800 Tonnen beschlossen, wie die BOM mitteilt. Der Export dieser Buttermenge wird aus dem Fonds Regulierung subventioniert, der von den Milchproduzenten gespiesen wird. Bisher wurde in der laufenden Kampagne eine Exportstützung für 4855 Tonnen Butter beschlossen.
Da die Mittel im Fonds keine volle Stützung mehr zulassen, wird die Stützung für den Export ab Juni gekürzt. Derzeit beträgt sie 643,38 Franken pro 100 Kilogramm Milchfett, ab Juni werden es noch 600 Franken sein, wie auf der BOM-Website ersichtlich ist. «Für die Butterexporte im Juli, August und September wird es wahrscheinlich noch weniger geben», sagt BOM-Geschäftsführer Stefan Kohler auf Anfrage.
Zudem teilt die BOM mit, dass ihr Klimarechner ab dem 1. Juli 2026 einsatzbereit ist. Interessierte Nutzer können ihn im Rahmen von Pilotprojekt nutzen. Mit dem Klimarechner können Landwirtschaftsbetriebe ihren Klimafussabdruck aus der Milchproduktion berechnen, mit geringem Aufwand und robustem Ergebnis, wie die BOM schreibt. Zudem zeigten die Berechnungen den Betrieben ab dem zweiten Jahr, wie die von ihnengetroffenen Massnahmen zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen wirkten. Das Ergebnis lasse sich auf dem Markt für Emissions-Reduktionen in Wert setzen.