Kemaro will in den USA expandieren
Das Schweizer Robotik-Unternehmen Kemaro hat in einer Finanzierungsrunde über fünf Millionen Dollar beschafft. Mit dem Geld will Kemaro seine autonomen Putzroboter auch in den USA gross rausbringen.
Der Reinigungsroboter K900 von Kemaro.
Quelle: zVg
Das Schweizer Robotik-Unternehmen Kemaro hat erfolgreich fünf Millionen US-Dollar im Pre-Closing seiner Series-B-Finanzierungsrunde gesichert. Mit dem frischen Kapital will die Firma die internationale Expansion vorantreiben, namentlich in den USA. Zudem soll das Produktportfolio erweitert werden, wie die Firma mit Sitz in Eschlikon (TG) mitteilt. Kemaro hat sich auf autonome industrielle Bodenreiniger spezialisiert, die in komplexen, stark verschmutzten Industrieumgebungen wie Logistikzentren und Produktionsstätten zum Einsatz kommen.
Für die geplante Expansion in Nordamerika wird Mitgründer Thomas Oberholzer eigens in die USA übersiedeln. Das Unternehmen hat zudem offiziell seine US-Tochtergesellschaft Kemaro Inc. gegründet mit dem ersten US-Standort in Atlanta. Kemaro habe im US-Markt einen klaren Wettbewerbsvorteil, heisst es in der Mitteilung. Da die Roboter keine visuellen Daten erfassten und auf 360°-Kameras verzichteten, adressierten sie direkt Bedenken hinsichtlich Industriespionage, die bei vergleichbaren Lösungen häufig bestünden.
Mit dem frischen Kapital will Kemaro zudem sein Portfolio erweitern. Das Unternehmen wird den neuen K700 auf den Markt bringen. Das kompakte Modell wurde speziell für engere Industrieflächen und geringere Durchfahrtshöhen entwickelt.
Insgesamt strebt Kemaro in der B-Finanzierungsrunde 20 Millionen Dollar an. Damit sollen in den kommenden Jahren 10’000 Roboter in Europa und den USA installiert werden.