Gemüseproduzenten auf dem Weg zurück in den Bauernverband

Nach der Delegiertenversammlung des Gemüseproduzentenverbandes ist der Weg frei für eine erneute Mitgliedschaft im Schweizer Bauernverband.

Gemüseproduzenten auf dem Weg zurück in den Bauernverband

Der Verband der Schweizer Gemüseproduzenten (VSGP) bereitet sich darauf vor, dem Schweizer Bauernverband (SBV) wieder beizutreten. Die Delegierten stimmten am Samstag, 25. April an ihrer Versammlung in Zürich der Weiterverrechnung des SBV-Mitgliederbeitrags an die VSGP-Mitglieder zu. Damit sei der Weg frei für eine gemeinsame Zukunft, schreibt der Verband in einer Mitteilung.

Die Feldgemüseproduzenten Zürich hatten einen Antrag gestellt, dem Schweizer Bauernverband wieder beizutreten, der im letzten Jahr im VSGP ausführlich diskutiert wurde. Man habe mit dem SBV einen Weg gefunden, gegenseitige Forderungen zu anerkennen und insbesondere die Eigenständigkeit des VSGP zu bewahren, heisst es weiter. Der VSGP will nun mit dem SBV die weiteren Schritte einleiten.

Der VSGP war 2018 aus dem Bauernverband ausgetreten, nachdem eine Änderung der Regelung für die Mitgliedsbeiträge zu einer massiven Erhöhung der VSGP-Beiträge geführt hatte. Die Forderung nach einer entsprechenden Vertretung mit zwei Sitzen im SBV-Vorstand wurde abgelehnt.

Zur Agrarreform «Agrarpolitik 2030+» sagte VSGP-Präsident Werner Salzmann in Zürich, man unterstütze eine Weiterentwicklung der Landwirtschafts- und Ernährungspolitik, erwarte aber, dass sie praxistauglich sei. Für die Gemüseproduzenten bedeute dies unternehmerische Freiheit und eine administrative Entlastung. Zunehmende Anbauflächen, eingeschränkte Produktionsmittel wie fehlende bewilligte Pflanzenschutzmittel, strengere Regeln bei der Düngerbilanz und stagnierende Flächenerträge bedeuteten steigende Produktsionskosten. Am Markt herrsche ein enormer Preisdruck, der durch die Tiefpreisstrategien der Abnehmer angefeuert werde. Eine nachhaltige Produktion habe aber ihren Preis, der sich auch im Markt widerspiegeln müsse.