Lactalis erhöht die Preise wegen Irankrieg
Der Irankrieg führt auch bei Lactalis zu Lieferschwierigkeiten. Der weltgrösste Milchverarbeiter will deshalb die Preise erhöhen.
Die Strasse von Hormuz ist ein Nadelöhr der internationalen Warenströme.
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Der Molkereiriese Lactalis hat angekündigt, die Preise aufgrund des Irankriegs erhöhen zu müssen. Der Konflikt störe die internationalen Lieferketten. Man habe Transporte um die Strasse von Hormuz umleiten müsse, was die Kosten für Energie, Transport und Verpackungen in die Höhe treibe. «Wir werden diese Kosten an unsere Kunden weitergeben müssen. Das wird das zentrale Thema im Jahr 2026 sein», sagte Lactalis-Vorstandsvorsitzender Emmanuel Besnier gemäss Reuters, als er letzte Woche die Unternehmensergebnisse von Lactalis in Spanien präsentierte.
Der Preisanstieg bei den Lactalis-Produkten, zu denen Marken wie President, Galbani und Lactel gehören, werde «einige Prozent» betragen, so Besnier weiter. Die Erhöhung liege damit weit unter dem Anstieg von 20 bis 25 Prozent, den das Unternehmen 2022–2023 infolge der Energiekrise nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine weitergegeben hatte.
Letztes Jahr konnte Lactalis seinen Konzernumsatz um 2,9 Prozent auf 31,2 Mrd. Euro steigern. Der Nettogewinn kletterte von 428 Mio. Euro im Jahr 2024 auf 528 Mio. Euro. In der Region Amerika hat Lactalis erstmals mehr als 10 Milliarden Euro umgesetzt. Entscheidend dazu beigetragen hat laut Lactalis die Integration der Joghurtaktivitäten von General Mills in den Vereinigten Staaten mit einem Umsatz von 1,2 Milliarden US-Dollar.
Letztes Jahr investierte Lactalis fast 1,1 Milliarden Euro in seine Industrieanlagen, um die Produktionskapazitäten zu erweitern, die Entwicklung neuer Produkte zu fördern und den ökologischen Fussabdruck der Standorte zu verringern, wie der Konzern mitteilt.