Es wurde mehr Schweizer Wein getrunken
Letztes Jahr ist der Weinkonsum in der Schweiz insgesamt erneut gesunken. Schweizer Weine hingegen konnten zulegen und Marktanteile gewinnen.
Letztes Jahr wurde mehr Schweizer Rotwein getrunken.
Quelle: Symbolbild Kelsey Knight/Unsplash
Es ist ein Lichtblick für die Schweizer Weinbranche. Schweizer Weine konnten sich letztes Jahr trotz rückläufigem Weinkonsum behaupten, der Konsum von ausländischen Tropfen ist hingegen eingebrochen, wie das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) mitteilt.
2025 betrug der Gesamtweinkonsum in der Schweiz 211,2 Millionen Liter, was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang um 3,3 Prozent entspricht. Es wurde weniger Rotwein, einschliesslich Roséwein, konsumiert (-5,5 %). Der Konsum von Weisswein nahm dagegen leicht zu (+0,5 %), während der Schaumweinkonsum um rund 6 Prozent auf 21,5 Millionen Liter sank.
Der Konsum ausländischer Weine ging 2025 verglichen mit 2024 ebenfalls zurück (-6,4 %) und liegt bei 132 Millionen Liter. Dieser Rückgang betrifft hauptsächlich den Rotwein (-9,1 %), während beim Weisswein ein leichter Anstieg registriert wurde (+0,4 %).
Trotz des rückläufigen Gesamtweinkonsums verzeichnet der Konsum von Schweizer Wein 2025 eine Zunahme und beläuft sich auf 79,2 Millionen Liter (+2,3 %). Beim Schweizer Rotwein wird ein Anstieg registriert (+4,1 %), während der Weissweinkonsum mit knapp 40 Millionen Liter stabil bleibt. Der Marktanteil von Schweizer Wein stieg damit auf 37,5 Prozent. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.
Die Erhöhung des Marktanteils von Schweizer Wein sei ein «starkes Signal für den Schweizer Weinbau», schreibt das BLW. Diese Steigerung reiche jedoch nicht aus, um den allgemeinen Absatzrückgang auszugleichen. Das BLW sieht sich deshalb darin bestätigt, die Bemühungen um die Aufwertung, die Anpassung des Angebots und die Absatzförderung von Schweizer Wein fortzusetzen. Zur Einordnung: Im Jahr 2020 waren hierzulande noch 94,9 Millionen Liter Schweizer Wein getrunken worden.
Gemäss den Daten des Schweizerischen Observatoriums des Weinmarktes (OSMV) wurden 29,1 Prozent des Schweizer Weins über den Detailhandel verkauft. Der Rest wurde über andere Kanäle, etwa das Gastgewerbe oder den Direktverkauf, abgesetzt. Die Preise sind verhältnismässig stabil geblieben (-0,6 %).
Detaillierte Zahlen zur Weinproduktion und zum Weinkonsum finden Sie im Bericht «Das Weinjahr 2025».